C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

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Re: C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

Beitragvon skyranger » Do 3. Mai 2018, 17:17

Hallo Gert,
das Thema war doch für Dich beendet!
Du bist nicht konsequent!
Es ist überhaupt nicht mein Ding jede Kleinigkeit zu bemängeln.
Ich habe lediglich unangenehme Vibrationen an meinem Roller bemängelt und nicht jede Kleinigkeit!
Sicher sind diese Vibrationen nicht unerheblich. Zudem habe ich den Fehler eindeutig nachgewiesen.
Du tust es ab als eine Kleinigkeit und ignorierst!
Du bist völlig daneben!
Auch habe ich kein Halbwissen. Deine Meinung stützt sich in keiner Weise auf Tatsachen. Es sind Deine einfach so dahergelaberten
Ansichten eines Autoverkäufers.
Du scheinst mir auch regelrecht zu wünschen dass ich mit dem Roller kein Glück habe.
nogo
Martin
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Re: C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

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Re: C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

Beitragvon Hubi » Do 3. Mai 2018, 17:59

Wer ohne Sünde ist ...

Ich bin auch in der Dienstleistungsbranche (Bank) und kenne Kunden
die teilweise ausfranste Wünsche oder Probleme haben.
Das ist oft nicht fein.

Ich habe etwas tolles festgestellt.
Wenn man sich diesen Kunden annimmt wächst das eigene Wissen, mit bekommt
einen Namen als Experte oder Problemlöser und man hat wieder einen Kunden
der Gutes erzählt.

Zu einer Firma gehe ich wegen den Menschen die dort arbeiten,
weniger wegen dem Namen der oben steht.

Schön, dass es in diesem Forum auch „menschelt“

Ich freue mich über die kommenden Berichte über den noch nicht 100 %igen BMW Scooter.

LG Hubi
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Re: C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

Beitragvon Bärle » Do 3. Mai 2018, 19:49

Servus Martin,
ich finde es toll das du dich dem Problem annimmst und versuchst es zu analysieren und eventuell eine Lösung dafür findest.
Ich kann mit dir fühlen, was die Garantie angeht. Die wollen alle nur verkaufen und dann nix mehr von einem wissen.
Die Antworten die man dann bekommt sind: Das haben wir noch nie gehört, das ist das erstemal, Probleme gibt es bei diesem Modell nicht, uns ist nichts bekannt usw.

Viele BMW-Werkstätten kennen den Roller nur vom Hörensagen und wollen damit eigentlich nichts zu tun haben.

Laß dich nicht abschrecken, der Roller macht wirklich Spaß beim Fahren. Perfektes gibt es halt einfach nicht.

Das mit der Einfahrkontrolle ist einfach ein Witz oder besser gesagt so kann man es sich am einfachsten machen einen Kunden zu verkraulen.

Wenigstens kannst dir selber helfen. Lass uns wissen wie es mit den Tuningteilen läuft. ThumbUP
Je mehr Kurven desto besser!
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Re: C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

Beitragvon skyranger » Do 3. Mai 2018, 20:48

Guten Abend,
wie ich sehe gibt auch BMW Roller Fahrer die es interessant und informativ finden, wie ich versuche das Problem "Vibrationen" zu beheben.
Ich hoffe das es der weit überwiegende Teil der Gemeinschaft ist.
Mir ist auch aufgefallen das in den BMW Werkstätten sich wohl keiner mit den "Rollern" so richtig auskennt. Obwohl mit einem "Roller" hat der BMW C650 wohl nicht viel gemein. Trotzdem ist der Rollerfahrer ein nicht so gern gesehender Kunde. Das ist auch zu mindest mein Eindruck.
Morgen endlich sollten die ersten Teile eintreffen. Auf jeden Fall werde ich berichten und auch alles dokumentieren.
Vielleicht gibt es den ein und den anderen der darauf zurückgreifen möchte.
Viele Grüße
Martin ThumbUP
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Re: C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

Beitragvon FredvomJupiter » Fr 4. Mai 2018, 07:03

Skipper hat geschrieben:Thema für mich Ende.



Moin moin,

ich dachte, Du warst durch mit diesem Thema?!? :shock: :?

Ich bin auch kein Freund von Pauschalverurteilungen (als nächstes kommt dann: "alle Türken sind Messerstecher", aber Du wirst den skyranger nicht mehr ändern - schließlich ist er ja ein Ranger winkG
beste Grüße
von Fred und seiner Black Pearl
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Re: C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

Beitragvon Skipper » Fr 4. Mai 2018, 12:32

Ja Fred, da hast du Recht. Ich wollte auch nichts mehr sagen, aber wenn ich so etwas lese, dann geht mir halt der Hut hoch.

Aber jetzt sag ich nix mehr.

Hab auch keine Zeit mehr, Montag gehts auf Tour.
Skipper
 

Re: C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

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Beitragvon skyranger » Fr 4. Mai 2018, 14:14

Moin,
ich hatte lediglich die Wahrheit geschrieben und diese mit Fakten hinterlegt, welches man von Gerd in keiner Weise behaupten kann.
:shock:
Viel Spaß auf der Tour! ThumbUP
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Re: C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

Beitragvon dhjupi » Sa 5. Mai 2018, 06:31

Finde diesen Beitrag von Skyranger mehr als kompetent, und hoffe das wir noch viel von ihm lesen werden.
Ein dafürhalten wäre angesagt wenn sich ein Technisch versierter um ein Problem kümmert.
dhjupi
 
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Re: C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

Beitragvon Benno » Sa 5. Mai 2018, 08:47

Wie wäre es denn, wenn diese persönlichen Animositäten hinten angestellt würden und wir uns hier um die technische Seite kümmern würden?
---------------------------------
Grüße aus dem Münsterland
Benno aus Dülmen
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Re: C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

Beitragvon skyranger » Sa 5. Mai 2018, 18:07

Moin,

ja Benno, besser wir kümmern uns um die technische Seite.

Befor ich mit der Optimioerung des Rollers weiter mache mal meine Meinung zur Notwendigkeit von engen Bauteiltoleranzen von den Bauteilen eines CVT Getriebes.

Diese Art von Getrieben ist eigendlich optimal, wenig Bauteile und auch für den Fahrzeughersteller günstig herszustellen. Einzigster Nachteil ist der etwas geringere Wirkungsgrad.

Das Übersetzungverhätlnis ist ca. 1:3 auch ins Schnelle. Wenn man mit Vollgas auf der Autobahn fährt dreht der Motor bis 8000 u/min und die Sekundärseite der Vario bis 10000 u/min.
Das ist nicht wenig. Damit das fehlerfrei funktioniert und keine Vibrationen und Resonanzen auftreten, müssen Bauteiltoleranzen eingehalten werden.

Leider findet man zu Passungen und Unwuchten am Variomatikgetriebe nichts im Internet. Auch BMW macht dazu keine Aussagen. Es bleibt daher nur die Möglichkeit bestehende Normen anzuwenden.
Vielleicht kennt jemand von Euch eine Firma die sich mit Variatorgetrieben auskennt.
Eine gängige Norm für Wellen und Lagerpassungen ist „h7“. Diese Norm beschreibt das Spiel zwischen Welle und Passung, zum Beispiel zwischen Welle und einem Kugellager, Buchse, Riemenscheibe u.a.. Die Passung h7 bedeutet die Welle kann maximal 0,02, 2 hundertstel mm Untermaß haben.
Notwendig ist so eine festgelegte Toleranz, damit die zusammengefügten Teile zentriert werden können über diese Passung, und rund laufen ohne Schlag.

Die hintere Welle am Getriebe von meinem Roller hat – 0,03 mm, 3 hundertstel Untermaß gegenüber der Passung. Das ist nicht gerade optimal aber noch Tolerierbar.

Schlimmer ist es mit der Aufnahme der Kupplung, gegenüber der Welle. An der Stelle wo die Kupplung sitzt ist ein Spiel von 0,1 mm. Die Kupplung kann dann 0,1 mm taumeln an der Welle.
Das führt zwangsläufig zu einer Unwucht und damit verbunden zu Vibrationen.
Die Ursache für das zu große Spiel zwischen Kupplung und Welle ist die Teilefertigung der Kupplungsplatte. Diese wird hergestellt durch Wasserstrahlschneiden. Hier kann man nur eine Genauigkeit bei der Produktion der Teile von – 0,1 mm einhalten. Besser wenn diese Passung durch CNC Bearbeitung hergestellt werden würde. Das würde vielleicht bei der Kupplung 1 EUR mehr Produktionskosten verursachen. Damit keine Vibrationen und Resonanzen entstehen können und eine lange Lebensdauer der Komponenten gewährleistet sind müssen solche Normen, wie die von Passungen, Bohrungen, Unwuchten zwingend eingehalten werden.

Bei Unwuchten gibt es Güteklassen. Anbei der Link dazu.
https://www.schweizer-fn.de/antrieb/unwucht/unwucht.php

Bei unseren CVT Getrieben würde ich die Güteklasse 6,3 anwenden.
Ich habe mal gerechnet welche Unwucht ein Rotor haben darf mit einer Masse von 3 kg bei 10.000 u/min in der Gütestufe 6,3.
Die Kupplungen haben 3-4 kg Gewicht. Die HIT Kupplung 3kg und die BMW Kupplung hat 4 kg. Bei der Güteklasse 6,3 dürfen es 18 gmm sein. Das bedeutet 18g und 1 mm entfernt von der Mitte. Die Kupplung hat ein Ungleichgewicht von ca. 12 g bei einem Radius von 70mm. Die Kupplung benötigt bei 1 mm Entfernung von der Mitte dann 840g um das Gewicht ausgleichen zu können.
Selbst wenn man mit einer Gütestufen 40 rechnet, für Schiffsmotoren. wären 115 gmm noch gut. Es sind aber ca. 840 gmm uns 12g bei 70 mm Radius.
Mit Güteklasse 100 für Dieselmotoren für Lokomotiven sind es 286 gmm, dem stehen immer noch 840 gmm entgegen.
Mir kommt es sicher nicht auf 2 g an. Aber 12g sind eine Katastrophe.
Jeder der so etwas fertigt muss doch wissen das schnelllaufende rotierende Teile keine Unwuchten haben dürfen.
In unserer Firma wuchten wir auch nebenbei Kurbelwellen, Anlasserscheiben und Rotoren von Generatoren.
Diese drehen aber nur bis maximal 3000 u/min und wir wuchten auf 1g bei 100 mm Radius.
Das entspricht 100 gmm und Güteklasse 40, für Motoren mit einer maximalen Drehzahl von nur 3000 u/min. Wenn man das nur bei der Roller Vario erreichen könnte wäre das Super.
Aus welchem Grund BMW und Andere festgelegte Normen ignorieren ist mir völlig schleierhaft.
Der für mich einzige Grund sind die preiswerten Produktionskosten.
Ich habe jetzt zwei Kupplungen hier die ich einfach nicht einbauen kann wegen zu hohem Spiel und einer viel zu großen Unwucht. Für das Spiel finde ich eine Lösung für die Unwucht irgendwie auch.
Die Unwucht habe ich gemessen statisch auf einem Rollenprisma und auch auf einem Pendel.
Bei einer Kupplung ca. 12g bei 70 mm Radius und bei der Anderen ca. 15g. Bei der BMW Kupplung liegt es daran, das die an der falschen Seite erleichtert wurde mit Wuchtbohrungen. Die andere Kupplung kann man nicht zerlegen. Bestelle ich noch eine bei BMW. Wenn ich zu BMW gehe und versuche dem Werkstattmeister zu erklären die Kupplung ist fehlerhaft gewuchtet und die Wuchtbohrungen sind auf der falschen Seite angebracht, dann verstehen er das nicht und die Werkstatt kann das auch gar nicht überprüfen.
Muss ich wohl eine neue BMW Kupplung bestellen, in der Hoffnung das die besser ist als die Alte. arg

Viele Grüße
Martin
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Re: C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

Beitragvon Dolderbaron » Sa 5. Mai 2018, 20:13

skyranger hat geschrieben:Moin,

ja Benno, besser wir kümmern uns um die technische Seite.

Befor ich mit der Optimioerung des Rollers weiter mache mal meine Meinung zur Notwendigkeit von engen Bauteiltoleranzen von den Bauteilen eines CVT Getriebes.

Diese Art von Getrieben ist eigendlich optimal, wenig Bauteile und auch für den Fahrzeughersteller günstig herszustellen. Einzigster Nachteil ist der etwas geringere Wirkungsgrad.

Das Übersetzungverhätlnis ist ca. 1:3 auch ins Schnelle. Wenn man mit Vollgas auf der Autobahn fährt dreht der Motor bis 8000 u/min und die Sekundärseite der Vario bis 10000 u/min.
Das ist nicht wenig. Damit das fehlerfrei funktioniert und keine Vibrationen und Resonanzen auftreten, müssen Bauteiltoleranzen eingehalten werden.

Leider findet man zu Passungen und Unwuchten am Variomatikgetriebe nichts im Internet. Auch BMW macht dazu keine Aussagen. Es bleibt daher nur die Möglichkeit bestehende Normen anzuwenden.
Vielleicht kennt jemand von Euch eine Firma die sich mit Variatorgetrieben auskennt.
Eine gängige Norm für Wellen und Lagerpassungen ist „h7“. Diese Norm beschreibt das Spiel zwischen Welle und Passung, zum Beispiel zwischen Welle und einem Kugellager, Buchse, Riemenscheibe u.a.. Die Passung h7 bedeutet die Welle kann maximal 0,02, 2 hundertstel mm Untermaß haben.
Notwendig ist so eine festgelegte Toleranz, damit die zusammengefügten Teile zentriert werden können über diese Passung, und rund laufen ohne Schlag.

Die hintere Welle am Getriebe von meinem Roller hat – 0,03 mm, 3 hundertstel Untermaß gegenüber der Passung. Das ist nicht gerade optimal aber noch Tolerierbar.

Schlimmer ist es mit der Aufnahme der Kupplung, gegenüber der Welle. An der Stelle wo die Kupplung sitzt ist ein Spiel von 0,1 mm. Die Kupplung kann dann 0,1 mm taumeln an der Welle.
Das führt zwangsläufig zu einer Unwucht und damit verbunden zu Vibrationen.
Die Ursache für das zu große Spiel zwischen Kupplung und Welle ist die Teilefertigung der Kupplungsplatte. Diese wird hergestellt durch Wasserstrahlschneiden. Hier kann man nur eine Genauigkeit bei der Produktion der Teile von – 0,1 mm einhalten. Besser wenn diese Passung durch CNC Bearbeitung hergestellt werden würde. Das würde vielleicht bei der Kupplung 1 EUR mehr Produktionskosten verursachen. Damit keine Vibrationen und Resonanzen entstehen können und eine lange Lebensdauer der Komponenten gewährleistet sind müssen solche Normen, wie die von Passungen, Bohrungen, Unwuchten zwingend eingehalten werden.

Bei Unwuchten gibt es Güteklassen. Anbei der Link dazu.
https://www.schweizer-fn.de/antrieb/unwucht/unwucht.php

Bei unseren CVT Getrieben würde ich die Güteklasse 6,3 anwenden.
Ich habe mal gerechnet welche Unwucht ein Rotor haben darf mit einer Masse von 3 kg bei 10.000 u/min in der Gütestufe 6,3.
Die Kupplungen haben 3-4 kg Gewicht. Die HIT Kupplung 3kg und die BMW Kupplung hat 4 kg. Bei der Güteklasse 6,3 dürfen es 18 gmm sein. Das bedeutet 18g und 1 mm entfernt von der Mitte. Die Kupplung hat ein Ungleichgewicht von ca. 12 g bei einem Radius von 70mm. Die Kupplung benötigt bei 1 mm Entfernung von der Mitte dann 840g um das Gewicht ausgleichen zu können.
Selbst wenn man mit einer Gütestufen 40 rechnet, für Schiffsmotoren. wären 115 gmm noch gut. Es sind aber ca. 840 gmm uns 12g bei 70 mm Radius.
Mit Güteklasse 100 für Dieselmotoren für Lokomotiven sind es 286 gmm, dem stehen immer noch 840 gmm entgegen.
Mir kommt es sicher nicht auf 2 g an. Aber 12g sind eine Katastrophe.
Jeder der so etwas fertigt muss doch wissen das schnelllaufende rotierende Teile keine Unwuchten haben dürfen.
In unserer Firma wuchten wir auch nebenbei Kurbelwellen, Anlasserscheiben und Rotoren von Generatoren.
Diese drehen aber nur bis maximal 3000 u/min und wir wuchten auf 1g bei 100 mm Radius.
Das entspricht 100 gmm und Güteklasse 40, für Motoren mit einer maximalen Drehzahl von nur 3000 u/min. Wenn man das nur bei der Roller Vario erreichen könnte wäre das Super.
Aus welchem Grund BMW und Andere festgelegte Normen ignorieren ist mir völlig schleierhaft.
Der für mich einzige Grund sind die preiswerten Produktionskosten.
Ich habe jetzt zwei Kupplungen hier die ich einfach nicht einbauen kann wegen zu hohem Spiel und einer viel zu großen Unwucht. Für das Spiel finde ich eine Lösung für die Unwucht irgendwie auch.
Die Unwucht habe ich gemessen statisch auf einem Rollenprisma und auch auf einem Pendel.
Bei einer Kupplung ca. 12g bei 70 mm Radius und bei der Anderen ca. 15g. Bei der BMW Kupplung liegt es daran, das die an der falschen Seite erleichtert wurde mit Wuchtbohrungen. Die andere Kupplung kann man nicht zerlegen. Bestelle ich noch eine bei BMW. Wenn ich zu BMW gehe und versuche dem Werkstattmeister zu erklären die Kupplung ist fehlerhaft gewuchtet und die Wuchtbohrungen sind auf der falschen Seite angebracht, dann verstehen er das nicht und die Werkstatt kann das auch gar nicht überprüfen.
Muss ich wohl eine neue BMW Kupplung bestellen, in der Hoffnung das die besser ist als die Alte. arg

Viele Grüße
Martin


Hallo Martin
Ein super Bericht, aber Verstanden habe ich nichts.
Ich finde das super mit welcher Kraft und Mühe Du dich hier einbringst.
Ich drücke Dir die Daumen, dass du mit der neuen Kupplung weniger Probleme hast.
Ich werde mich wohl das nächste Jahr von meinem Roller verabschieden und wieder ein Motorrad kaufen.
Ich bin ein grosser Fan vom K1600 B und würde mir diesen Traum erfüllen.
Für mich käme nur eine BMW in Frage.

Gruss
Dolderbaron

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Re: C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

Beitragvon skyranger » Sa 5. Mai 2018, 20:30

Guten Abend Dolderbaron,

ist auch alles nicht so einfach und etwas Komplex.
Als Motorenbauer habe ich täglich damit zu tun.
Das mit der Wuchtgüte habe ich auch erst bei google gefunden.
Jetzt gut zu wissen, das wir immer richtig gewuchtet haben.
So tief in der Materie stecke ich auch nicht.
Ich versuche das Beste daraus zu machen.
Die K1600B ist auch ein schöner, sehr großer Roller!
ThumbUP

Viele Grüße
Martin
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Re: C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

Beitragvon Bärle » So 6. Mai 2018, 07:21

Servus Martin,
bei meiner ehemaligen Firma haben wir auch alles selber gewuchtet, da unsere Teile ca. 100000 U/min gemacht haben, da wäre die kleinste Unwucht fatal gewesen. Bei solchen Geschwindigkeiten war aber das grössere Problem die Lagerung.
Wenn ich morgens eine Scheibe angeschubst(gedreht habe) lief diese 8 Stunden später immer noch ohne nochmal angeschubst zu haben.
Fast ein "perpetuum mobile" (natürlich wurde sie immer langsamer)

eine neue Kupplung von BMW, da bin ich mal gespannt ob die anders ist. Vielleicht ist ja die bei dir eingebaute originale Kupplung ein Ausreisser in schlechter Hinsicht.

Wenn man sieht wie billig/günstig viele Teile gefertigt werden, ist das für mich ein Graus. Das betrifft aber sehr viele Firmen, wenn nicht alle, da es nur um den Verdienst geht.
Dran schuld sind wir aber alle oder die meisten, da ja die Geiz ist Geil Mentalität in aller Munde ist.

Schreib doch mal BMW selber an und schildere ihnen das Problem! Nicht zu den Händlern gehen, die verbauen nur die Teile und kümmern sich nicht um solche Sachen, da sie davon auch nichts verstehen. Das würde mich interessieren, was du da für eine Antwort bekommst. Die sollen doch mal neue Kupplungen überprüfen lassen, denn wenn du eine neu kaufst und bei der das Gleiche Problem besteht, hast du nichts gewonnen.

Bin gespannt!!! ThumbUP
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Re: C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

Beitragvon skyranger » Mo 7. Mai 2018, 11:57

Moin Rainer,

Bei 100.000 u/min muss alles sehr genau sein. Aber auch schon bei 10.000 u/min müssen sich drehende Teile genau gewuchtet sein, zumal die Teile der Vario relativ schwer sind und einen großen Durchmesser haben. Dadurch wird die Belastung auf die Lagerung geringer, Die Teile halten länger und das Fahren ist viel angenehmer.

Ich hatte BMW mehrmals angeschrieben, eine komplette Beschreibung und Bilder gesendet.
Die winken ab und überprüfen gar nichts!
Die haben nicht das geringste Interesse!
Ich wolle gerne eine kompetente Person von BMW mit der ich diskutieren kann über die Passung der Kupplung und die große Unwucht.
Ich vermute, BMW kauft den Motor mit Vario von Rotax oder aus Fern Ost und BMW selbst fehlen Kenntnisse dazu.
Wort wörtlich habe die geschrieben beim vorletzten mal:
"Wir können Ihnen keine Auskunft über Toleranzen und auch keine Reparaturempfehlung geben."
Das beschreibt eigentlich alles.
Anbei die Antwort von BMW von heute:
Vielen Dank für Ihre Nachrichten vom 29. und 30. April 2018 mit den ausführlichen Beschreibungen und Bildern.
Eine evtl. notwendige Reparatur im Rahmen der Gewährleistung ist durch einen BMW Motorrad Partner auszuführen.
Wie wir bereits erklärt haben, können wir keinen Leistungen in Bezug auf den Variator ihres BMW C 650 Sport erbringen.
Mit freundlichen Grüßen
Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft
i.A.


Gut ist, BMW hat geantwortet. Schlecht ist, die Antwort ist unbefriedigend.
Befor BMW etwas reparieren will, müssen die einen Fehler finden. In einer BMW Werkstatt kann der Fehler der Unwucht gar nicht gefunden werden, weil die dort keine Werkzeuge und Messmittel zum Wuchten haben.
Sicher haben die auch keine festgeschriebenen Toleranzen über die Passung der Kupplung auf der Welle.
Die hätten lediglich die Vibrationen bestätigen können. Aber was lohnt mir eine Bestätigung beim Termin in der Werkstatt am 18.06.2018, 8 Wochen nach der Mangelanzeige.
Ich will fahren mit der BMW und mich nicht mit langwierigen Streitigkeiten plagen müssen.
Ich habe eine neue Kupplung bestellt. Mal sehen ob die richtig gewuchtet worden ist.

Viele Grüße
Martin
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Re: C650 Sport Bj. 16 Vibrationen ab 6000 u/min

Beitragvon skyranger » Di 8. Mai 2018, 23:05

Guten Abend zusammen,

heute ist nun die neue BMW Kupplung gekommen und die kürzere Malossi Rückstellfeder.
Die neue Kupplung hat keine Wuchtmarkierungen und ist demnach nicht gewuchtet worden. Dann kann auch kein Fehler beim Wuchten passiert sein. Das Ungleichgewicht der Kupplung ist gering, ca. 3 g bei 70 mm Radius. Ca. 2 g konnte ich ausgleichen.
Die Passung für die Aufnahme auf der Welle hat 0,1 mm Spiel. Hier dürften es maximal nur 0,03 mm sein.

Die originale Rückstellfeder der Variomatik ist 190 mm lang, hat 87mm Durchmesser, 6,5 mm Federstahldraht und hat eine Federkonstante von ca. 6,3 kgcm. Die Aufnahme der Feder an der hinteren Varioscheibe hat einen Durchmesser von 88 mm.
Also 1 mm Spiel zwischen Feder und Federsitz.

Die Malissi Feder hat eine Länge von 135 mm, 88 mm Durchmesser, 7 mm Federstahldraht und eine Konstante von 11,4 kgcm.
Die Feder soll laut Verkäufer gewuchtet sein. Ist Sie aber auch nicht. Unwucht ca. 2-3g.
Da die Malossi Feder kürzer ist fällt die hohe Federkonstante von 11,4 kg nicht so ins Gewicht.
Eingesetzt zwischen Varioscheibe und Kupplung, wird die Feder gedrückt auf eine Gesamtlänge von 65 mm. Dir originale Feder hat dann ein Federdruck von ca. 84 kg. Die Malossifeder von 80 kg.
Wenn nun die sekundären Varioscheiben auseinander gedrückt werden durch die Fliehkraftrollen in der primären, vorderen Varioscheibe, bei höherer Drehzahl, dann erhöht sich der Federdruck. Bei einer Reduzierung der Länge der Feder um 1 cm auf 55 mm, steigt der Federdruck der originalen Feder auf 90 kg. Der Malossi Feder auf 92 kg.
Bei einer Übersetzung ins Schnelle mit auseinander gedrückten Riemenscheiben hat die Feder eine Länge von ca. 45 mm.
Die originale Feder hat dann einen Federdruck von 97 kg. Die Molossi Feder von 103 kg.
Das würde bedeuten, mit der Malossi Feder steigt die Drehzahl beim Beschleunigen etwas an, sowie bei der Endgeschwindigkeit auch. Zu dem leicht erhöhten Federdruck müssten dann gut die 40 g Gleitrollen von Dr. Pulley passen.
Optimal mit der originalen Rückstellfeder sollen die 38 g Gleitrollen von Dr. Pulley sein.
Die originalen Rollen haben ein Gewicht von 43 g.
Wir werden sehen.
Anbei noch Bilder Von beiden Federn und von der sekundären Vario mit verbauter Kupplung und der Malossi Feder auf der Rollenprisma zum Messen der Unwucht. Da die Malossi Feder eine Unwucht hat, hat diese hinter der Kupplung eine bestimmte Stellung. Die schwere Seite der Feder in Richtung Wuchtbohrungen der Kupplung.
Viele Grüße
Martin
IMG_2327 (Klein).jpeg

IMG_2335 (Klein).jpeg
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